Da ich recht viel in deutschen Städten auf Fototour unterwegs bin, kämpfe ich völlig unabhängig von der jeweiligen Stadt immer wieder mit dem selben Problem: Welche Motive bietet mir die Stadt außerhalb der bekannten und berühmten Sehenswürdigkeiten ? Ich persönlich finde es nicht sonderlich spannend ein Motiv zu fotografieren, welches es in gefühlter 100.000 Auflage bereits auf diversen Fotoplattformen zu bestaunen gibt, wie z.b. folgende aus meiner Heimatstadt Nürnberg (auch wenn ich mittlerweile mein Exil in Fürth verlebe :) )


Klar, in einer mir fremden Stadt nehme ich die bekannten Motive natürlich sehr gerne mit, allein um sie einfach selbst gesehen zu haben. Nur, ich möchte etwas mehr aus dieser Stadt mitnehmen, meine ganz persönlichen Eindrücke.

Ich frage mich oft, wie sieht es hinter den blitzblank herausgeputzten Tourimeilen aus, welche Geschichte steckt sonst in dieser Stadt ? Ich möchte ein Stück ursprüngliches, ja vielleicht vergessenes Stück Stadtbild mitnehmen.

Daher zieht es mich zwar zunächst in die einschlägig bekannten Stadtrouten, sehr schnell verlasse ich aber die Menschendurchfluteten Straßen und begebe ich mich auf augenscheinlich unaufällige, manchmal gar abstoßende Nebenstraßen und Gassen. Nach genauem Hinsehen offenbaren aber genau solche Straßen eine Fülle an reizvollen Motiven. Auch der Blick in völlig unscheinbare Hinterhöfe birgt oft lohnenswerte Motive, die über die tpyisch bekannte Touristenfotografie hinausgehen.

Wie oben zu sehen ist, habe ich für diesen Artikel mal den Vergleich gewagt, berühmte Sehenswürdigkeiten in meiner Heimatstadt Nürnberg aus typischer Touristensicht zu fotografieren. Es sind sicher ganz tolle Motive, über die man sich beim ersten Besuch freut. Gerade aber als Einheimischer können diese Motive leider schnell langweilig wirken.

Meist nur wenige Meter entfernt von den typischen Touristen-Hotspots sind dann folgende Bilder entstanden. Sie mögen nicht unbedingt Postkartentauglich sein, zeigen aber auf Ihre eigene Art und Weise das Bild in der Nürnberger Altstadt. Teilweise schon recht krasser Kontrast wie ich finde. Und genau solch ein Kontrast, oder nur ein schlichter Perspektivwechsel bringt doch immer wieder lohnenswerte Bilder heraus, auch an Orten die man gut zu kennen meint.

 

Ich kann es nur empfehlen, verlasst ganz bewusst die bekannten sicheren Pfade, seht Euch in den kleinen unscheinbaren Gassen um, lasst Euerer Neugier auch in zugänglichen Hinterhöfen freien Lauf, man wird oft mit einem unerwartet spannendem Motiv belohnt. Die nötige Vorsicht in evtl. schwierigen Stadtvierteln sollte man natürlich beim Erkunden fremder Gassen nicht ganz beseite lassen, zumindest aber hier in Nürnberg kann ich nichts negatives berichten.

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One Comment to “Die Touristenroute verlassen, Motive außerhalb typischer Sehenswürdigkeiten entdecken”

  1. Christian sagt:

    Diese Touristentouren zeigen nicht immer alles, was man sehen kann. Traurig aber war und ich denke, das hast du selber sehr gut herausgefunden mit deiner “Ich verlasse jetzt mal die Touristenroute”-Einstellung. Genau so muss es gehen und nur so bekommt man die besten Motive vor die Linse!

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