Mit dem Flieger ging es diese Jahr für mich 6 Tage nach Wien. Die Stadt der Sachertorte, des Praters, des Stephansdom und des Schloss Schönbrunn. Für mich war dies der erste Aufenthalt, daher gab es die  typischen Touri Vorbereitungen. Punkte wie die Hofburg, Schloss Schönbrunn, Schloss Belvedere oder die Spanische Hofreitschule waren obligatorisch auf der to- do Liste. Dennoch planten wir viele  Spaziergänge durch die Gassen Wiens  – um auch das echte Herz von der Bundeshauptstadt kennenzulernen.

Ich möchte mit diesem Beitrag Wien ein wenig vorstellen – was allerdings jeder Reiseführer besser kann als ich – und auf Orte hinweisen, die auch das Fotografische Herz höher schlagen lassen. Aber kurz zu ein paar Allgemeinen Fakten: Die Stadt besitzt ca. 1,7 Millionen Einwohner, liegt direkt an der Donau und beherbergt sehr viel bekannte Geschichtsereignisse aus vergangener Zeit. Die Altstadt besitzt besonders viel Flair, da durch Luftangriffe im 2. Weltkrieg etwa nur 1/5 der Stadt zerstört worden ist. Als Fotograf habe ich mich in dieser Weltstadt sehr wohl gefühlt, im Öffentlichen Bereich gab es nie Probleme mit dem Fotografieren. Auch habe ich mich zu jeder Tages-  und Nachtzeit im Zentrum immer sicher gefühlt und keinerlei Angst um mich oder die Ausrüstung haben müssen.

Zurück zu den vielen kleinen Gassen und Plätzen, welche mit ihren gepflegten Altbauten der Stadt Wien den Flair geben und welche ich mit meinen Bildern zum Ausdruck bringen möchte. Stellenweise fühlt man sich in ganz andere Zeiten zurückversetzt. Die besagten Gassen und Plätze lassen sich sowohl im eigentlichen Zentrum als auch in den etwas außerhalb gelegenen Bezirken finden. Unter anderen sind alte Fassaden von Bäckereien oder Kneipen zu sehen, die ich in dieser Form und Art sonst nur aus älteren Filmen oder Bildern kenne. Es empfiehlt sich also immer mal die typischen Touri-Pfade zu verlassen und sich seinen eigenen Weg zu bahnen – auch mal die Straßenbahn oder U-Bahn stehen zu lassen und seine Lauforgane zu verwenden. Wobei man hier sagen muss, dass die Öffentliche Infrastruktur in Wien hervorragend ist und man jeden Ort sehr einfach und komfortabel erreichen kann.

Auch die Historischen Straßenbahnen, die das Straßenbild von Wien zieren, sind einige Bilder Wert. Sowohl im Wagen als auch die kleinen Details an den Wägen lassen sich wunderbar hernehmen für tolle Motive. Auch für das üben seiner Mitzieherkünste bieten diese Fahrgeräte sich optimal an. Auch ich habe mich sowohl im und am Wagen versucht. Streckenweise fährt die Bahn auch unterirdisch, diese Stationen bieten sich auch für manch interessantes Bild an.

Neben den Motiven auf den Straßen haben die Schlösser, wie zum Beispiel das Schloss Schönbrunn mit dem angrenzenden Tiergarten, dem Palmen und Wüstenhaus auch zahlreiche Motive. Hier ist allerdings darauf verwiesen, dass in fast allen Schlössern striktes Foto-Verbot besteht. Die Außengelände sind von den Verboten aber nicht betroffen – und zudem auch kostenlos begehbar. Am Rande noch der Hinweis, in so manchem Schloss rendiert sich eine Karten-Reservierung, da der Menschenanlauf sehr groß sein kann. Der Garten des Schloss Schönbrunn bietet sich hervorragend an um “typische” Touri Bilder anzufertigen aber auch um seinen Drang nach Symmetrie zu befriedigen. Der darauf folgende Aufenthalt im Tiergarten birgt die typischen Tierfotos, wobei mir hier eine frei lebende Natter(vermutlich) über die Füße kroch. Das am Ausgang befindliche Palmenhaus wiederum bietet dem Flora-Fan sehr viele Reize, aber auch die riesige Konstruktion kann dem einen oder anderen nicht Flora-Fan zu einem Besuch überzeugen.

Das wohl bekannteste Motiv neben den Schloss-Motiven ist das Wahrzeichen am Prater, das Wiener Riesenrad. Neben diesem Bauwerk von 1897 stehen noch viele andere Neue als auch alte Fahrgeschäfte am Prater und warten auf ihre Kundschaft. Die Fahrt mit dem Riesenrad ist ein obligatorischer Punkt, wir wählten eine Nächtliche/Abendliche Fahrt. Allerdings möchte ich diese gerne nochmal am Tage wiederholen um Aufnahmen der interessanten Stahlkonstruktion zu fertigen.

Wien hat allerdings noch viel mehr als die wenigen von mir benannten Punkte, die verschiedenen Hundertwasserhäuser, die unzähligen Museen(vom Gulasch- bis zum Sissi-Museum), Theater und andere Bühnen zu bieten. Auch ist es zu empfehlen sich über Restkarten an der Abendkasse in der Oper zu Informieren (allerdings sollte der Anzug im Gepäck hierfür sein) oder aber die Live-Übertragung am Vorhof der Oper in den Sommermonaten zu genießen. Ein Besuch der UNO-City ist für Architektur-Fans mit Sicherheit auch zu empfehlen, obwohl ich selbst ein Fan dieser Genres den Weg dorthin nicht gefunden habe aufgrund des Zeitmangels. Wien bietet  eine Vielzahl von Motiven verschiedener Geschmacksrichtungen an, aber auch um kulturelle Verlange nach musikalischen oder schauspielerische Künste zu befriedigen.

Zuletzt möchte ich noch einen kleinen Tipp von mir los werden. Wer nach Wien fährt um das echte Wiener-Schnitzel zu essen, sollte sich vielerorts überlegen ob das normalgroße Schnitzel ihm so viel Geld Wert ist. Am bekanntesten wird wohl der Figlmüller sein mit seinen großen Schnitzel. Wer es aber noch Traditioneller, auch etwas günstiger, haben möchte möge doch in die Beisl “zu den 2 Liserln” einkehren und sich das Wiener Schnitzel schmecken lassen – mir hat es sehr gemundet und der Kartoffelsalat kam aus Platzgründen in einer extra Schüssel.

Bilder von meinem Aufenthalt finden sich in der unten stehenden Galerie wieder. Ein Teil meiner Bilder sind mit GPS Daten versehen und können somit für eure Routenplanung in Wien behilflich sein. Gerne stehe ich auch bei Fragen oder Erfahrungen hier im Blog oder per Mail zur Verfügung.

Wien 2010

47 Fotos

One Comment to “Wien, Bundeshauptstadt von Österreich”

  1. [...] ausführlicheren Bericht findet ihr bei den PHOTOWORKERS Nürnberg. Wien [...]

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