Der Titel klingt ein wenig geheimnisvoll. Nun, dieses Projekt war auch selbst für uns PHOTOWORKERS diesmal eine spannende Angelegenheit.

Weiß man im Normalfall das Ziel eines fotografischen Ausflugs, so haben wir uns diesmal dem Zufallsprinzip verschrieben und uns eine Stadt für den gemeinsamen Tagestrip per Losentscheid auserkoren.

Warum das ganze ?

Wir wollten diesmal ganz bewusst völlig unvorbereitet, völlig ohne Ahnung und Kenntnisse des Städteziels aufbrechen. Spontan fotografisch agieren, mit dem Ziel, das fotografische Auge einmal mehr zu trainieren. Das war unser erklärtes Ziel.

Wie ginge das also besser, als unbeschwert und ohne Vorwissen der möglichen Fotomotive auf den Streifzug durch die Überraschungsstadt zu gehen ?

Um dem ganzen Vorhaben noch die Krone aufzusetzen, haben wir die „Spielregeln“ noch weiter verschärft und das mitgeführte Equipment auf ein Minimum reduziert.

Im Konkreten hieß das, nur mit Kamera und einer Festbrennweite von 50mm bzw. 85mm/KB ging es mit kleinem Handgepäck auf die Reise.

Wir trafen uns also an einem Samstag frühmorgens um 05:30 Uhr am Nürnberger Hauptbahnhof. Ein seltsames ungewohntes Gefühl machte sich in der Runde breit, noch immer ahnte niemand von uns, wohin die Reise eigentlich geht.

Ein paar Wochen vor dem Start dieses Projektes hatten wir 10-12 mögliche Ziele für den Städtetrip festgelegt. Wir mussten ja schließlich geeignete Zugverbindungen recherchieren, egal wohin die Reise dann geht. Dies war aber eher eine logistische Herausforderung, die Markus übernahm. Unter Geheimhaltungspflicht suchte er für alle möglichen Städteziele die benötigten Zugverbindungen heraus.

Ich selbst war der Hüter der Lose, der es nicht gewagt hat, die Ziele auch nur annähernd nach Erstellen der Lose im Kopf zu behalten. Ich wollte schließlich selbst überrascht werden.

Claus hat für uns am Hauptbahnhof die Glücksfee gespielt und aus dem Stapel von Zetteln dann unser Tagesziel gezogen, es ging …tada ! in die wunderschöne Thüringer Landeshauptstadt Erfurt.

Wow, ein echtes Hammerlos !, ganz im positiven Sinne. Denn in Erfurt war von unserer Truppe noch niemand unterwegs. Der Tag versprach also weiterhin spannend zu werden. Es hätte auch eine Stadt wie z. B. Regensburg sein können, zwar ebenfalls fotografisch reizvoll, aber doch schon einige Male von uns gesehen.

Gut 3 Stunden später standen wir also mitten in Erfurt, machten uns an die reizvolle Aufgabe, mit der vorher definierten Festbrennweite auf Motivsuche zu gehen.

Erfurt hat uns in seinem Erscheinungsbild sehr überzeugt. Wir ahnten nicht welch verschiedenste Facetten diese Stadt besitzt. Schon direkt zu Beginn unseres „Spaziergangs“ durch die Erfurter Innenstadt, entging unseren Augen nicht die gelungene Kombination aus bestehenden DDR-Altbauten und harmonisch eingefügten Neubauten aus jüngeren Jahren.

Natürlich war so mancher Bau ein wenig „verschandelt“, mit Graffiti besprüht oder großflächig abgeplatztem Putz, aber genau dies gab Erfurt doch einen gewissen Charakter. Oftmals erscheinen neu gebaute Städte schnell mal als aalglatt, zu aufgeräumt und als Betonwüste ohne Seele.

In Erfurt bereitete es uns großen Spaß, trotz eingeschränktem Equipment, genau diese „Seele“ Erfurts auf die Speicherkarte zu bannen.

Wie uns das gelungen ist, könnt Ihr wie immer in unserer Galerie betrachten. Am Abend als wir uns auf die Heimreise begaben, stand ein Gedanke einstimmig im Raum:

Erfurt wird uns ganz sicher ein weiteres Mal sehen, dann allerdings mit frei erlaubtem Equipment. Ein Erfurter Dom so ganz ohne Weitwinkel hat uns stellenweise doch vor ein paar Probleme gestellt.

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2 Comments to “Fototrip in eine Überraschungsstadt”

  1. Sam sagt:

    das hat sich aber gelohnt! sehr schöne ergebnisse dabei. ich habe mich in bild 28 von Bjoern Gundermann verliebt! das würd ich mir als print aufhängen! (wenn ich noch wände hätte)

  2. Andreas sagt:

    Hab mir eure Bilder aus Erfurt angeschaut. Der Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt, die Bilder sind richtig klasse. Ich habe immer mehr das Verlangen nach einer 50 mm Festbrennweite.

    Gruß
    Andreas

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