Kurz vorm Jahreswechsel habe ich mich an ein Modelshoot ohne Björn gewagt. Allein war ich zuletzt, vor langer Zeit, bei meinem ersten Shooting. Ansonsten war ich immer mit meinem Fotokollegen Björn am Werk und genoss die Vorzüge einer Partnerarbeit. Aber ich wollte es auch mal wieder allein probieren. Von dem was ich dabei erlebt habe, möchte ich euch gerne im folgenden berichten und euch natürlich auch Ergebnisse präsentieren. Wo ich kurz auf meine persönliche Erfahrung damit eingehen möchte – aber auch die Ergebnisse natürlich präsentieren möchte.

Die Vorzüge des allein fotografieren liegen den meisten sofort auf der Hand: Man hat das Model durchgehend für sich, man kann ganz alleine alle seine Ideen realisieren, man muss keine Rücksicht nehmen… hier gibt es sicherlich noch mehr Punkte. Dazu kommen aber auch die negativen Seiten: Man ist durchgehend der Unterhalter für das Model, die Posen müsse alleine ausgearbeitet werden und es fehlt eine 2. Meinung am Set. Dazu kommt ein großes Manko, man muss Lichtsetups mühsam allein einstellen. Die Vorteile einer Partnerschaft beim Shooten liegen somit auf der Hand: 2. Meinung, 2 Fotografen mit einem geschulten Blick und aber auch 2 Kreative Köpfe die besondere Setups oder Posen ausarbeiten können.

Was werde ich also in Zukunft machen? Für mich ganz klar, ich möchte versuchen weiterhin im Team zu arbeiten um die Vorzüge einer Gemeinschaftsarbeit zu nutzen. Es ist mit Sicherheit von Zeit zu Zeit schön auch mal alleine zu shooten, allerdings merke ich dann schnell wie gut es doch ist, vor Ort einen 2. Fotografen zu haben der einem mit Rat und Tat zu Verfügung steht und die daraus resultierenden Synergieeffekte zu nutzen.

Auch sollte man den Punkt der Technischen Überlegenheit nicht vergessen. Björn und ich besitzen sehr viel Equipment, womit man im Team ein noch größeres hat und somit riesige und aufwendige Lichtsetups aufbauen kann. Dazu kommt, dass man durch das direkte arbeiten in einem kleinen Team mehr lernt, denn man lernt unter anderem auch aus den Fehlern der anderen.

Nicht zu vergessen sind auch die Vorteile eines Model, es kümmern sich immer 2 Fotografen um das perfekte Bild als auch das sie Bilder von 2 Fotografen erhält mit unterschiedlichen Stilen.

Es muss aber nicht immer ein 2. Fotograf sein, es kann schon alleine reichen eine Person seines vertrauen bei sich zu haben der einen Blitz oder Aufheller hält oder es beherrscht die Stärke eines Blitzes auf Wunsch zu verändern. Allerdings würde mir hierbei die fachliche Meinung eines 2. Fotografen fehlen.

Somit werde ich versuchen in Zukunft wieder im Team zu arbeiten.

In der Galerie findet sich eine Auswahl von Bildern vom Shooting mit Viola.

Viola

7 Fotos

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4 Comments to “Shooting mit nur einem Fotografen und Viola”

  1. Andreas sagt:

    Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung.
    Tamron AF 17-50mm 2,8 besitze ich auch ;)

    Schöne Grüße
    Andreas

  2. Hallo Andreas,

    ich arbeite mit einer Sony Alpha700 + Batteriegriff. Dazu kam der Sony HVL-F58AM als Blitz zum Einsatz welcher an einer Lastolite Ezybox Hotshoe 60x60cm angebracht war.
    Das Licht habe ich meist immer seitlich kommen lassen und versucht die leicht vorherrschende Sonne als 2. Lichtquelle bzw. Haarlicht zu verwenden.
    Als Objektiv habe ich verwendet: Tamron AF 70-200mm 2,8 Di SP und Tamron AF 17-50mm 2,8 XR Di II LD ASL
    Als Blende hatte ich zumeist F4,5 – wobei das Bild mit dem Schnee und Bäumen im Hintergrund eine Ausnahme bildet mit F10, weil hier der Schnee und das Umgebungslicht so hell war.
    Die Brennweite ist sehr durchwachsen, je nach dem was ich vom Hintergrund sehen wollte als auch was für eine Wirkung ich erreichen wollte.
    Belichtungszeit ist immer die gleiche, 1/160sek. da ich hier auf die Blitzsynchronisation achten muss. Ich arbeite nicht mit TTL sondern Manuell durch Funkauslöser.
    Für genauere Infos zu einem Bild kannst du mich auch gerne über das Kontaktformular auf der Homepage anschreiben.
    Ansonsten stehen auch alle Technischen Infos ansonsten in den Exif Daten der Bilder. Ich hoffe ich konnte dir alle wichtigen technischen Aspekte nennen, ansonsten wie geschrieben -> einfach Kontaktieren ;-)
    lg
    Markus

  3. Andreas sagt:

    Hi Markus,

    die Bilder sind wirklich klasse. Großes Kompliment.
    Mich würde noch zusätzlich der technische Aspekt interessieren. –> Welches Equipment hast du benutzt (Objektiv, Kamera), Blende, Brennweite…

    Gruß
    Andreas

  4. Carsten sagt:

    Ich bin auch eindeutig lieber im Team unterwegs. Wenn ich doch alleine los gehe, beschränke ich mich auf einfaches Licht. Die Arbeit mit dem Modell ist mir dann doch wichtiger als ein Setup mit vielen Blitzen.

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