Ich möchte ein kleines Miniprojekt präsentieren dass ich vergangenes Wochenende umgesetzt habe. Inspiriert, ja eher fasziniert von den Bildern der Serie “Ghostly” auf dem Blog von Monostep.com, habe ich mich entschlossen einen kleinen Ausflug in den nahe gelegenen Wald zu unternehmen.
Diese beklemmende, mystisch anmutende, unheimlich ja fast unwirklich vorherrschende Stimmung wollte auch ich in einer kleinen Serie einfangen. Um letztlich eine Variation einzubringen, habe ich mir überlegt, neben den ansich statischen Bäumen zusätzlich eine menschliche Komponente einzufügen. Im ersten Bild soll die tief gelegene Perspektive, die bewusst schräg gehaltene Kamerahaltung einen kleinen Spannungsbogen schaffen, die Schattenfigur im Hintergrund dann weiter Dramatik aufbauen. Ich möchte auf diesem Bild den Betrachter direkt fesseln, Ihn ganz nah an dieser Szene teilhaben lassen.
Klingt fast schon nach Movieevent, tatächlich habe ich versucht durch eine kühle Farbgebung, Randabdunklung und Schärfenverlauf eine Art Movie-Effekt im Bild zu schaffen. Ganz sicher bin ich allerdings dann doch nicht ob mir dieser Effekt auch gelungen ist. Das kann wohl nur der fremde Betrachter selbst beurteilen.
Im 2. Bild soll die noch recht starre Dramatik des 1. Bildes in etwas Action ausarten, eine Fluchtszene inmitten des Waldes schien mir als passendes Motiv. Auch hier wieder bewusst kühl gehaltene Farbgebung und ein knapp gesetzter Schärfeverlauf.
Da ich mittels Selbstauslöser die Kamera betätigt hatte, musste ich einige Versuche unternehmen bis ich die flüchtende Person dann vom Schnitt so im Bild hatte wie es meiner Vorstellung entsprach.
Auch die Wahl der Belichtungszeit gab mir zusätzliche sportliche Laufeinheiten durch den Wald
Entweder war die Belichtung zu knapp bemessen und somit die flüchtende Person zu scharf abgebildet, oder die Person war durch zu lange Belichtung bereits wieder aus dem Bild verschwunden. Beim nächsten Mal hoffe ich für solche Geschichten meinen Photoworkers Partner Markus wieder zur Seite zu haben
Das 3. Bild ist dann noch ein fotografisches Experiment der eher abstrakten Art. 
Ein beherzter Schwenk mit der Kamera während der Belichtung sollte den Wald dann in ein Farben/Formen Gewirr verwandeln, den Betrachter aber nicht ganz aus dem Thema “Woodland” herausreißen.
An dieser Stelle würde ich mich sehr über Euer Feedback zu dieser kleinen Serie freuen, es ist nicht immer leicht einzuschätzen ob die umgesetzte Idee letztendlich auch genau so beim Betrachter ankommt.
Da ich in meinem letzten Artikel ein Making Of schuldig war, hier zumindest ein Out of Cam direkt aus der Kamera zu den fertig bearbeiteten Bildern.
Tags: Björn Gundermann, Langzeitbelichtung, Movie Effekt, Mystery, Wald







Mir gefallen die ersten beiden Bilder Artikel am besten. Der kühle Look passt super finde ich.
Ich finde Dein kleines Projekt echt interessant. Vor allem interessant, wie man bei der Nachbearbeitung noch eine ganz andere Stimmung schaffen kann. Bei den ersten beiden Fotos kommt der Movie-Effekt echt gut rüber.
Klasse Beschreibung und Fotos sind da entstanden.
Was Nachbearbeitung alles ändern kann
Hätte nicht gedacht, das die Originalfotos so “normal” ausgesehen haben
@Jens:
Gerade das düstere dunkle hat mir in Deiner Ghostly Serie sehr gut gefallen. Nur wenn ich versucht habe das ganze noch dunkler zu gestalten, sah es hinterher irgendwie “nur” stark unterbelichtet aus, das wirkte nicht mehr ganz harmonisch.
Aber ich übe weiter an dieser Bearbeitung
sehr gut. eventuell hättest du die szene noch ein wenig dunkler gestalten können. aber auch so kommt die stimmung bei mir an.
das dritte gefällt mir fast am besten.
btw. danke für den link.